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… endlich keine Weltuntergangsstimmung  verbreiten, es gibt gute Nachrichten, zum Beispiel diese:

EIN WORT ZUR KRISE AUS KARLSRUHE

Private Krankenkassen werden verpflichtet, einen Basistarif anzubieten. Die Zahl der Menschen ohne Krankenkassenschutz soll nicht weiter steigen… So kann´s also auch gehen, mit Verstand.

Leider hab ich kaum Zeit,  doch diese Neuigkeiten sind der Wahnsinn. Welches Recht ist nun dafür zuständige?

Bis zum Intimleben der Menschen, alles ausgezogen, aufgeschrieben, protokolliert… Es zählt, wer mit wem ins Bett geht, wenn man in die Chefetage will…

Hier der Link zum Artikel

Lesenswerter Artikel auf Achse des Guten von Dr.Cora Stephan

Lil Wayne quote pictures

extern

Wer Zeit und Lust hat, kann gerne mal hier vorbei sehen, finde die Artikel interessant…leider heute keine Zeit zu schreiben…

Geosklaverei Position ist Identität

Freunde statt Geld

Nach den eifrigen Gesetzen, die das Internet vor Kinderpornografie schützen sollen, wünscht sich Frau Zypries heute weitere Zensur und Kontrolle. Die Politik scheint endlose Gänge von Hintertürchen bereitzuhalten. Es wird Leistungsschutzrecht für Zeitungen gefordert, Zensur in Form von Abhängigkeit also. Denn der Geschütze wird dem Schützenden auch immer Schutzgeld zahlen müssen. Der Alptraum der Gegener dieses Gesetzesentwürfe kündigt sich an.Die Fragen, die sich stellen, liegen auf der Hand. Ein Interview wie dieses von C. Rice, das von einer Gruppe junger Studenten geführt wurde, fiele es der Zensur zum Opfer? Brauchen wir Subventionen für Zeitungen? Die Lage ist doch so, dass jede Pressekonferenz mit Politikern inzwischen zu einem Bauchgepinsel der Mächtigen verkommt.  Fragen, wie sie dieser Student an C. Rice stellt, wagt schon  lange kein Journalist mehr, dafür müssen wir ins Kino und den Guten Gärtner sehen, wo Rachel Weisz eine engagierte Journalisin mimt. Noch mehr Schutz für Zeitungen bedeutet auch: noch abhängigere Journalisten. Die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen ist die Aufgabe der vierten Gewalt, wenn diese versagt, wie steht es dann um unsere Demokratie?  “Do your homework!” zischt C. Rice dem jungen Studen giftig ins Ohr.

Die etablierten Journalisten haben ihre Hausaufgaben gemacht, so gut, dass es viele Bürger nicht mehr interessiert. Sie lesen lieber im Internet, auf der hoffnungslosen Suche nach Authentischem, nach echtem Material, wie dieses Video es ist. Das kann man als Ende des Qualitätsjournlismus deuten oder eben als Sehnsucht der Leser nach Wahrheit. Denn in den Zeitungen wird sie so wie in diesem Interview nicht zu finden sein und wenn, dann erst, nachdem es bereits im Internet zu finden war. Mrs Rice meint den jungen Mann vorzuführen und führt dabei nichts als jene Züchtugung vor, die Politker mit Journalisten vornehmen. Unbedingt sehenswert.

Zusatz:

Der junge Student, der all diesen Tumult ausgelöst hat, denkt über sein Verhalten und die Folgen nach

… fragte die Brigitte  und erhielt folgende Antworten:

Link zur Brigitte – Umfrage

Berlin gibt sich nach vier Wochen strahlend blauem Himmel wieder wetterlaunisch. Auf dem Weg zum Deutschen Theater um die Mittagszeit sind die Straßen seltsam leer, gerade die Friedrichstraße, manchmal möchte man gar nicht glauben, dass man mitten in einer Metropole unterwegs ist…

Im Deutschen Theater feiert die CDU ihre Geschichte und mit dieser auch die der BRD. Angela Merkels Rede habe ich leider verpasst. Die DDR soll darin nicht vorgekommen sein. Bin erst im Theater, als Johannes B. Kerner Susanne Hermanns, Mitglied des Rheinland-Pfälzischen Landtages von 1951 bis 1983, interviewt. Johannes B. Kerner ist wie Johannes B. Kerner eben ist, er macht nichts falsch, und das ist manchmal der größte Garant dafür, dass man auch nichts richtig macht. Seine Fragen sind Plattformen, ebnen den Weg, klingt fast gut, würde er dabei nicht permanent den Arm mit großem Gestus auf den an die Wand projezierten Titel der Veranstaltung richten. Susanne Hermans, für ihre fast neunzig Jahre erfreulich lebhaft, erinnert sich jedoch lieber an persönliche Wegmarken denn an die großen Jahre der CDU. Kerner lenkt aufdringlich das Gespräch zurück zu Adenauer, Susanne Hermans punktet mit charmanten Geständnissen über die undemokratischen Umstände, unter denen es damals zu ihrer Wahl gekommen war. Aber dann, irgendwann, hat sich alles geändert und es ging mit rechten Dingen zu, schließt sie.

Kurt Biedenkopf, versiert, schnell, gekonnt. Macht auch nichts falsch.

Dr. Rudolf Seiter, Bundesminister des Inneren a. D. wird gebeten, entscheidende historische Momente persönlich wiederzugeben. Fühlt sich dennoch an wie google-Recherchen.

Lothar de Maizière, Ministerpräsident der DDR a.D. Nicht ohne, trotz der Unrechtsstaatdebatte auf die Bühne zu steigen. Natürlich war er gewappnet, die Antwort lag parat: Die DDR entstand aus einem Unrecht, was nicht bedeutet, dass nicht im Unrechten rechte Dinge geschehen könnten…

Keine großen Entwürfe, Illusionen. Kerner gibt immer wieder amerikanische Vorlagen, gräbt nach Illsuionen, Wünschen, Visionen. Doch niemand pariert. Nein, Deutschland ist nicht das Land der Visionäre, es geht ums Tagesgeschäft, um Praktisches, fast wie Ingenieure, die vor einer Maschine stehen.

Zum Schluss: David Garrett, kannte ihn nur aus Interviews und wäre beinahe dankbar, wäre es so geblieben. Diese betonte Lockerheit in steifen Atmosphären ist mitunter das Unlockerste, das einem auf so einer Veranstaltung passieren kann. Am Ende die Nationalhymne, alle stehen, wenige singen mit, manche meine ich summen zu hören… Garretts Geige klingt metallisch.

Sei´s drum, solche Ereignisse sind einer wie der andere, fürchte ich. Das Eigentliche: Frau Merkel aus zwei Meter Entfernung. Während ich sie als schusslige Fußball-Jubilarin kenne und  als die Damen mit den meisten Mimik-Entgleisungen im Polit-Milieu, gibt sie sich an diesem Nachmittag königlich, und das ist untertrieben. Eine seltsame Überlegenheit geht von ihr aus, nicht sympathisch, aber sympathischer als diese Schusseligkeit und die dazugehörige “Ich weiss nicht wohin mit meinen Händen, wenn ich im TV bin”- Attitüde… Nein, aus zwei Metern Entfernung ist sie eine Grande Dame. Ja, tut mir leid, höre ich mich denken, da muss ich mir nach all den Jahren selbst widersprechen. Ihr Kopf suggeriert es, beziehungsweise ihre Kopfhaltung, ihr Gang stellt es klar, ihr Blick und die Art und Weise, wie sie die kleinen Herren um sich herum im Griff hat, bemerkenswert, beinahe eine Domina. Seit heute schillert sie, weil einem sowas erst gelingen muss, dass einen das Volk (sprich ich :) ) für harmlos hält, während man sich einen Hofstaat hält. Auch das will gekonnt sein.

Die Rede der Kanzlerin auf ihrer eigenen Homepage zum Nachlesen

Link SZ

Merkel in Urlaubslaune

Die BILD Werbung für das Ereignis

Die Berliner Zeitung war auch da und macht sich ihr eigenes Bild

Andere, wie die Berliner Morgenpost haben verstanden, dass Zeitungen nur mit einem großen Anteil an Boulevardnews überleben können und denken dementsprechen, bei dieser Veranstaltung ging es um ein Techtelmechtel der Kanzlerin mit dem David Garret.

Die ZEIT läutet die große Urheberrechtsdebatte ein. Man möge das geistige Eigentum schützen, all jene, die illegalen Austausch von Geistesergüssen fördern, hinter Gitter befördern und zu Millionenstrafen verbannen.

Leitartikel, vorne links. Die Debatte ist im Print angekommen. Geistiges Urheberrecht. Wie wenig die Printmedien sich für geistiges Urheberrecht interessieren, wird dabei unter den Tisch gekehrt. Derzeit sind sie die Schutzengel der Urheber. Man verfolge zu dieser Haltung den Fall Hürlimann meets FAZ und Perlentaucher Das Internet will alles umsonst, Zeitungen wollen es so gut wie umsonst. Da scheint mit “umsonst” wesentlich transparenter. Mit “umsonst” läßt sich arbeiten, da weiss man, womit man am Ende des Monats rechnen kann, hebt sich das Schreiben für den Feierabend auf und kann noch etwas sinnvolles anfangen mit dem Rest seiner Zeit.

Die Schutzpatronen der Urheber bezahlen selbst nämlich ein Zeilengeld, mit dem man die Finanzkrise hätte voraussagen können. Online-Abdrucke wortlos all inclusive. Verwertungsrechte ebenso. Schließlich steht der Artikel des Urhebers ja in der Zeitung und die wird schließlich gelesen, da kann man nicht mehr verlangen, schon gar keine Entgeltung in Form von Euros… “Der Artikel wird aber gelesen” klingt wie der eigentliche Lohn, doch den gibt es auch im Netz, ganz umsonst und ohne Redaktionszensur, für all jene also, die gelesen werden wollen, nicht die schlechteste Lösung.

Genau genommen ist das alles ein Debattenschauspiel: Jene, die wenig bezahlen, rücken jenen, die nichs bezahlen auf den Leib. Im Grunde ist es die Angst um den eigenen Redakteuersessel und nicht die Sorge um das Konto der Verfasser. Denn Fakt ist: Der Urheber behält in den meisten Fällen die Rechte, doch erhält er kaum Geld. Oft tritt er auch noch dumm und dusslig sein Recht mit einem unbedachten Vertragsabschluss ab. Hilflosigkeit, Idealismus und eine gute Prise Dummheit wohl, letztere könnte man auch durch “falsch verstandene Selbstverwirklichung” oder “den Glaube an einen öffentlichen Diskurs” ersetzen.

Der Kampf der Printmedien gegen das Internet ist kein Kampf um gerechte Entlohnung, es ist ein Kampf um Hoheitsrechte. Kein Kampf um Qualität. Denn zu diesen Preisen gibt es keine Qualität, das hat uns H&M längst am eigenen Leib spüren lassen.

Die Debatte um Urheberrechte betriftt nicht nur Autoren, Wissenschaftler und Künstler, sondern auch freie Journalisten. Gerne werden hierzulande vorzeigeamerikanische Journalisten für sechsjährige Recherchen für Reportagen in den Himmel gelobt, niemand fragt nach STRUKTURELLEN Hintergründen dafür. Als wäre hier jeder Journalist zu dumm, eigensinnig und weltfremd, um gründlich arbeiten zu wollen. Die Rezipienten, die Qualität WOLLEN, stellen das nächste Problem dar, das  STRUKTURELL anzugehen wäre. Wo sind die Leser hin, die Inhalte wollen statt Fakten und Aufzählungen von Statistiken? Die bereit sind, für Inhalte Geld auszugeben? Heutzutage ist man schon dankbar, wenn Leute überhaupt Lust auf Inhalte haben. Doch statt sich strukturellen Überlegungen zu widmen wird immerzu der Untergang des Abendlandes beschworen, das Ende einer wohl gepflegten Kultur.

Es gab einmal eine Zeit, da sprachen weise, grauhaarige Männer noch von Geboten für den Journalismus, die inhaltlicher Natur waren. Dabei spielte das Geld eine wichtige Rolle, vielleicht, weil ohne das Geld die folgenden Punkte schwerer zu garantieren waren:

  1. Gute Journalisten brauchen eine gute Ausbildung.
  2. Guter Journalismus kostet Geld.
  3. Journalisten müssen unabhängig von ökonomischen Interessen sein.
  4. Gute Journalisten brauchen einen eigenen Kopf.
  5. Journalisten müssen Zusammenhänge erkennen.
  6. Journalisten sollten einen Standpunkt haben.
  7. Journalisten sind Beobachter, nicht Handelnde.
  8. Journalisten sollten die Wirklichkeit abbilden.
  9. Journalisten tragen Verantwortung für das, was sie tun.
  10. Journalisten tragen Verantwortung für das Gemeinwesen.

Johannes Rau, Bundespräsident, Juni 2004. Seither ist eine Ära vergangen.

Urheberrechte wurden seit jeher ausgebeutet, sei das im Verlagswesen oder der Musikindustrie, in den Printmedien oder im Netz. Die Debatte beginnt weit vor dem Internet, das Internet fordert sie lediglich neu ein. Mäzenentum, Urheberrechte, immer wurde eine Lösung gefunden, derzeit sollte sie erneut gesucht werden, statt das Ende des Abendlandes einzuläuten …

Heute hat ein Journalist eine gute Ausbildung, Geld soll er aber nicht kosten, geschweige denn eine Anstellung. Ein eigener Kopf ist gefragt, solange er dem Chefredakteur gefällt. Für Zusammenhänge ist weder Platz noch Zeit, der Leser hat schließlich ein breites Angebot, mit dem er seinen Tag füllt. Den Standpunkt übernehmen die Leserkommentare, die ungefiltert die Geisteshaltung des Gemeinwesens wiederspiegeln – nicht immer im Bewußtsein der Verantwortung für das Gemeinwesen. Journalisten könnten auch handeln, nachdem sie beobachtet haben, meine Meinung.Ökonomische Interessen haben sie keine, lassen sich nur gerne zum Essen einladen, das verbucht man jedoch unter kulinarisches Interesse oder Bundespresseveranstaltung. Die Wirklichkeit ist ohnehin nicht mehr abzubilden, weshalb sollte Journalisten gelingen, was kein Künstler mehr vermag? Und Verantwortung zu übernehmen  für das, was man tut, ist eine Lektion, die keiner erteilt in dieser Zeit. Der Staat hilft gerade einem Haufen Verantwortungsloser aus der Scheiße, weshalb sollte irgendeiner bei Verstand daraus schließen, dass er für etwas einzustehen hat?

Artikel in der SZ über den Verdacht, dass der Richter des Pirate Bay Protestes einer Lobby-Organisation zum Urheberrechtsschutz angehörte.

Almodovar

Im Grunde sind sie ja alle selbstverliebt, aber zum Glück sind manche derart selbstverliebt, dass die der welt etwas von ihrer selbstverliebtheit zurückgeben wollen… bei manchen klingt das schön, wie bei almodovar, wenn er über die rolle von musik in seinen Filmen schreibt:

“Film, for me, is representation, and so are the songs that I use as a narrative tool. Life isn’t as it’s seen in my films, nor is Madrid, nor La Mancha, nor the foolish, over-the-top women. My films tell my personal, unconscious, profound version of the life that surrounds me and is my inspiration. The same thing happens with songs.

Songs travel an oblique, fortuitous road until they fit into my films. At times they’ve had to become the opposite of what they originally were in order for me to connect with them”

Zum Almodovar Blog

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