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	<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 16:48:06 +0000</pubDate>
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		<title>Slaven Bilic</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 09:10:18 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">Jetzt ist es tatsächlich so, die Kroaten haben sich aus der EM elfern lassen, alles übliche Lamentieren werde ich an dieser Stelle schweren Herzens weglassen, dass ich nicht nochmal Deutschland gegen Kroatien sehen muss, scheint mir ein Geschenk, dass Kroatien Deutschland nicht mehr aus dem Turnier werfen kann, ein Verlust.  Seltsam, aber wahr, dass die Kroaten wie kleine Jungs auf dem Boltzplatz weinten oder nach verpassten Torchancen mit den Fäusten auf den Boden einschlugen. Jetzt weiss ich, woher das kommt, dass mir Menschen, die in der Öffentlichkeit auch heulen können, tendenziell näher sind als ein Ronaldo, der sich abführen lässt&#8230; Ist  ja nur Fußball, aber  irgedwie&#8230; Jedenfalls geht es mir heute um Slaven Bilic. Diese Art Freude, Leidenschaft, Engangement hätte ich mir gerne noch ein paar Runden länger angeschaut. Der Mann kämpft in einem Land voll von negativen Überbeleibseln um das Recht auf positives Denken, um den richtigen Ton, Freude, Ernsthaftigkeit&#8230; Er hat Jura studiert und setzt sich für die Rechte von Kinder ein, weshalb ihn das Kinderhilfswerk zum UNICEF-Botschafter ernannte. Er wurde 2007 zum zweitbesten Nationaltrainer der Welt gekürt und ist Gitarrist der Rockband &#8220;Rawbau&#8221;. Zur EM hat seine Band einen Song beigesteuert, für dem man ihnen nicht unbedingt eine Medaille verleihen muss, für Bilics Ausraster als Spieler wohl auch nicht, doch für so manche Freudenbilder schon&#8230;</p>
<p>slaven bilic crazy celebration on youtube:</p>
<p><a title="//www.youtube.com/watch?v=tqQ2Td9yZP4" href="http://www.youtube.com/watch?v=tqQ2Td9yZP4" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=tqQ2Td9yZP4</a></p>
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		<title>Hier Bierbichlerts</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 14:41:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Letzte Nacht nach dem Fußball, nach den großen Siegergesten der Ballacks, Schweinsteigers und Kloses dieser Fernsehbilderwelt, gefolgt von Pocher-Podolskis und Beckenbauer-Imitatoren, glaubte ich schon gar nicht mehr an ordentliche Berichterstattung, zappte umher und stieß plötzlich auf Schwazweissbilder ohne Hintergrundmusik&#8230; Vielleicht blieb ich nur der Stille wegen hängen, bis Werner Herzog im Bild auftauchte, kaum verstehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">Letzte Nacht nach dem Fußball, nach den großen Siegergesten der Ballacks, Schweinsteigers und Kloses dieser Fernsehbilderwelt, gefolgt von Pocher-Podolskis und Beckenbauer-Imitatoren, glaubte ich schon gar nicht mehr an ordentliche Berichterstattung, zappte umher und stieß plötzlich auf Schwazweissbilder ohne Hintergrundmusik&#8230; Vielleicht blieb ich nur der Stille wegen hängen, bis Werner Herzog im Bild auftauchte, kaum verstehen konnte ich ihn nach all dem Berichtlärm, der Fußballanspannung und was nicht noch allem.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich kapiere langsam und mühselig, dass der Film sich um Josef Bierbichler dreht, der seinem Ruf vorauseilt, ich habe ihn nie spielen gesehen, doch viel gehört über ihn. Und was ich gehört habe, stimmt und stimmt nicht ganz mit dem überein was ich gestern Nacht gesehen habe. Mir ist vor allem eine Zartheit geblieben, ich habe immer nur von seiner Größe, Wucht und Naturgewaltheit gehört, die auch da war gestern Nacht. Doch da saß und sprach einer, der jedes Wort sachte abwog und dann wälzte, der jeden Gedanken einmal in die imaginäre Hand nahm, ihn drehte und wendete, bis er noch mehr so aus seinem Mund gesprochen kam, dass der Satz verbierbichlert war. Er las aus seinem Brief an die Kammerspiele vor, 2005, er wollte nicht mehr, wollte nicht mehr, was er sein Leben lang wollte, fremde Rollen anziehen, Gefühle borgen und später den Applaus kassieren. Der Tod eines nahen Menschen, seiner Schwester, hat alles in ein anderes Licht gerückt, auch die Zeit, die er auf Theater, Probebühnen und in fremden Rollen verbracht hat, er möchte sich nicht länger verstellen. Einmalig der Satz &#8220;Ich möchte mich an mich im Sarg erinnern und das kann ich nur, während ich noch lebe&#8221; Dass auch der Tod eine Erfahrung ist, der wir uns nur zu Lebzeiten sicher sein können, scheint ein Paradox in sich. Die Angst, um die sich dieser Satz dreht, die Angst, dass bei so viel Befasstheit mich X der Tod einen überraschen könnte, einem als Erfahrung abhanden kommen könnte, hat mich noch nie so klar erreicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich weiß nicht, wann sich das Bild des enthobenen Künstlers in diese Welt geschlichen hat. Schauspieler, die mit ihren Rollen nur kämpfen, Autoren die mit der Sprache kämpfen, weil es sonst keine hohe Kunst ist. Bierbichlers Kündigung folgte das Projekt &#8220;Holzschlachten&#8221;. Er  möchte das tun, was er wirklich kann auf der Bühne und den Text nebenher aufsagen, keine Proben, der Zuschauer soll sehen, was künstlerische Arbeit ist, der Künstler soll sehen, was schweißtreibend bedeutet. In &#8220;Holzschlachten&#8221; gibt es zwei Ichs, die das deutsche Gewissen verkörpern: das eine will nichts gewusst haben und das anderen geht zugrunde an seiner Mitschuld. Zu Ende legen sich beide Ichs in Gestalt Bierbichlers auf das geschlachtete Holz, sein Körper liegt bloß über dem Holzhaufen. Dass Kritiker darin das Martyrium Jesu hineindeuten und dem zarten Künstler eine Kränkung zufügen müssen, sei dahingestellt, es scheint, als müsste es eine wirkliche &#8220;Deutungsgewalt&#8221; in dieser Welt geben, die einem Menschen, der solche Erfahrbarkeit transportieren möchte, Transzendenz unterstellen muss. Er wird trotzdem weitermachen. Vielleicht  ist es die rührendste Szene, da er sich gekränkt sieht von den Bezügen zu Tieren, die Pranken, die seine Hände sein sollen, da scheint einer die Welt zu berühren und sieht keine Pranken, wenn er Bäume fällt, er sieht vielleicht nur das Fällen der Bäume, dem er sich in seiner Ganzheit widmet, doch dass er als Künstler die Erde berührt ist schon hinreichend für sämtliche Metaphern vom Urmenschen und Menschentier.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich sehe diesen Film und frage mich, was weiß Deutschland von seinen Künstlern, von den Schätzen, die es birgt, von den Liedern, die über ihre Geschichte erzählen. Ich weiß nichts, ich bin eine besondere Deutsche, wie viele inzwischen, eine Deutsche, die trotz einer Kindheit in Deutschland ein anderes Kulturgut in sich trägt, eine andere Kindheit, andere Namen, Feen, Dämonen, wie viele andere Kinder hier. Was Deutschen wie mir alles verwehrt und verborgen bleibt, nur, weil es sich dieses Land selbst verwehrt, weil von seiner Schönheit kaum einer erzählt. Verschütt gegangen, nur noch auf Bühnen, alten Platten und in Dokumentarfilmen gewährt die deutsche Seele diese offenen Einblick. Selbst die Großeltern schweigen, ich wüsste so gern, welche Lieder man deutschen Kindern in ihren Kinderbetten sang, was die Großmütter gesungen haben, während sie stickten, was der Vater am Totenbett sagt, wenn er was sagt, was das ist, was so ein deutsches Leben prägt. Doch es bleibt seltsam entfremdet, irgendwo in diesem Neunzigminutenfilm  wurde mir mehr mitgeteilt als sonst, den genauen Moment kann ich nicht greifen.</p>
<p style="text-align:justify;">Draußen feiern sie noch die deutsche Nationalelf, es ist ein großer Spaß, der Fußball kanalisiert und kathartisiert, alles recht, doch wo geht diese Energie sonst hin, wo der Traum von einem Ich, das die Sätze solange im Kopf wälzt, bis sie von  Erfahrungen zu sprechen vermögen, wo Menschen, die sich allein durch ihre Komplexität mit so vielen Ebenen in uns verbünden, dass Stille mehr ist als Lärm. Ist das überhaupt wünschenswert, Ruhe scheint es ja schon nach dem Tod zu geben, heißt es, ist genug. Doch ohne Ruhe setzt auch die Ruhe vor dem Sturm nicht mehr ein, Menschen, die ihre Gewalten sammeln zu einer Kraft, die vielleicht nur darin mündet, dass sie das Leben in andere Sätze packen können als andere, Sätze anderes sagen können als andere.</p>
<p style="text-align:justify;">Dank an Regina Schilling, die Regisseurin, für ein derart dreist-stilles Unterfangen.</p>
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		<title>Deutschland, ein Land in Kinderschuhen&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 14:35:26 +0000</pubDate>
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 &#8230;zumindest was den Umgang mit Minderheiten während der EM betrifft:



Neulich, nach dem fulminanten Sieg der türkischen Nationalmannschaft über die tschechische, erwarte ich eine schlaflose Nacht, ein wohlverdientes Hupkonzert der türkischen Fans als Ausdruck ihrer ungebremsten Freude über die unerwartete Wende des Spiels. Doch kaum hat die ´joyride` der mit türkischen Fahnen drapierte Autos begonnen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;"><span style="font-size:14pt;line-height:150%;"><span> &#8230;zumindest was den Umgang mit Minderheiten während der EM betrifft:</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">Neulich, nach dem fulminanten Sieg der türkischen Nationalmannschaft über die tschechische, erwarte ich eine schlaflose Nacht, ein wohlverdientes Hupkonzert der türkischen Fans als Ausdruck ihrer ungebremsten Freude über die unerwartete Wende des Spiels. Doch kaum hat die ´joyride` der mit türkischen Fahnen drapierte Autos begonnen, endet sie auch schon jäh.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;"><span> </span>Ich bin verwundert, sehe aus dem Fenster auf den Bismarckplatz, die kleine Großstadtsimulation im Herzen des ansonsten beschaulichen Heidelbergs. Ein silbergrüner Polizei-VW-Bus steht quer auf der Hauptverkehrsstraße vor meinem Haus. Blaulicht. Im ersten Moment denke ich an einen Unfall, ein Unglück, im zweiten Moment erkenne ich, um welche Art Unglück es sich handelt:   Die Polizei hat Streifenwagen auf der Straße quergestellt, um die Kolonnen der Türkei-Fans zu stören, das Hupkonzert ist nicht aus mangelnder Leidenschaft innerhalb von Minuten versiegt, sondern dank staatlicher Kontrolle.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">Ich gehe auf die Straße, zum Polizisten, um zu erfragen, was es mit dieser Hauptverkehrsstraßenblockade auf sich hat. Der Polizeibeamte lächelt beamtisch: Man muss die Verkehrssicherheit gewährleisten, so die Anordnung für den heutigen Abend. Ich erinnere ihn daran, dass <em>genau </em>hier vor zwei Jahren, als das deutsche Sommermärchen vom WM-Sieg sich fast erfüllte, stundenlang hupende Autokolonnen fuhren, während jubelnde Fans ausgelassen tanzten und Flaggen schwangen. „Ja, das mag sein.&#8221; (Pause) &#8220;Aber Sie wissen ja, wie die fahren.“ – „Wer sind denn <em>die</em>?“ frage ich unwissend. „Na, die Türken“, stellt er klar, „die fahren&#8230;&#8221;, nuschelt er&#8230;, &#8220;ungehemmter.“  Wobei sein &#8220;ungehemmter&#8221; mit einem bescheuert-verschrägten Gesichtsausdruck landläufiger Allwissenheit aus dem Mund geschossen kommt. Als ich um seinen Namen bitte, schüttelt er lachend den Kopf und betont, dass er nur seine Arbeit verrichtet. Wie alle. Wie immer.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;"><span> </span>Es scheint ein nebensächlicher kleiner Vorfall in einer gutbürgerlichen deutschen Kleinstadt, doch mit welcher Selbstverständlichkeit hier „von oben“ eine Domestizierung der Türkei-Fans betrieben wurde, ist mehr als ärgerlich. Ich frage mich, ob das in Berlin, Frankfurt oder Stuttgart möglich wäre, wo hinter den Minderheiten mehr Menschen stecken. Und ich frage mich, wie es in noch kleineren Städten Deutschlands aussieht. Es sind solche Alltäglichkeiten, die die Stimmung eines Landes ausmachen, nicht nur wie kosmopolitisch sich Berlin zu geben weiß und wie man möglichst prestigefördernd in Flughäfen und Bahnhöfe investiert. Man möchte meinen, man befindet sich in einer pluralistischen, multi-ethnischen Gesellschaft, in der sich auch Minderheiten, die eben nicht vermindert zur Staatskasse gebeten werden, unvermindert ausdrücken dürfen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">Die Tatsache, dass gestern Abend <em>nicht einer</em> der angeblich bedrohten Passanten oder Verkehrsteilnehmer stehenblieb und die Polizisten auf diese seltsame, unnötige Order ansprach, nicht einer sich erzürnte oder eine Rechtfertigung verlangte, zeigt, wie sehr alle Beteiligten in sich gefangen sind:</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">Die Fans der Türkei nehmen sich das Recht nicht, es scheint sie auf seltsame Weise nicht zu wundern, und das Übel, mit dem man rechnet, muss man nicht anprangern, meint man. Resignation. Die Anderen scheint es nicht zu betreffen, ob der türkische Sieg gebührend gefeiert werden darf und warum es heute Nacht anders ist als nach Deutschlandspielen.                                                      Auf meine Frage, weshalb niemand etwas gegen diese Aktion einwendet, antworten meine Freunde deutscher Herkunft routiniert: Angst vor der Polizei. Immer die Angst vor jemandem.  Die Ausreden sind schnell gefunden, stehen wie gut gelernte Vokabeln zu jeder Tages- und Nachtzeit parat. Ich wage zu ergänzen: Angst vor der Polizei ist eine weitere Ausrede für Bequemlichkeit, für eine Einstellung, die sich zusammenfassen lässt unter: Ein anderer wird es schon richten. Dafür sind ja die Politiker da, das Feuilleton, die großen Debatten.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%;">Es mangelt hierzulande an gesellschaftlichem Bewusstsein des Einzelnen, an einer Bürgerpflicht, die hinter alltäglichen Vorfällen das große Ganze sieht, Tendenzen erkennt, Transferleistungen herstellt über den Zustand eines Landes. Vielleicht mangelt es sogar an dem Willen dazu. Vielleicht sind alle noch Schach-Matt gesetzt von der Zerstörungswut der 68er hierzulande und all den Artikeln, Filmen und  Büchern darüber, aber so zahm muss es auch nicht zugehen in einem Land, so unbetroffen von allem, was vor der Haustür geschieht. Ich höre immer wieder in allen Mündern und Medien diesen kindlichen Wunsch, dass doch endlich einer etwas Tolles tun soll, Lehmann zum Beispiel, oder Jogi Löw, es braucht endlich jemanden, der dem Land etwas Positives vormacht, so wie Klinsmann, - der ohne eine handvoll Mental-Coaches dieses Land beruflich erst gar nicht betritt. Diesmal müssten letztere den Glauben an ein ´Wunder von Wien` zerstören, denn Wunder geschehen nicht von selbst. <span> </span></p>
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		<title>Menschenkind</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 06:56:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8221; Ich bin dabei, meine Kindheit, die sich zwischen zuckenden, blutigen Hahnenköpfen, trottenden Pferden, tänzelnden Kalbstricken bewegte, zu ermorden. Ich werde das Kind, das ich war, umbringen, damit einmal, wenn auch erst auf dem Totenbett, meine Kinderseele zur Ruhe kommt&#8230; Ich hoffe, dass man mich des Mordes anklagt, denn meine Sätze unterscheiden sich von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">&#8221; Ich bin dabei, meine Kindheit, die sich zwischen zuckenden, blutigen Hahnenköpfen, trottenden Pferden, tänzelnden Kalbstricken bewegte, zu ermorden. Ich werde das Kind, das ich war, umbringen, damit einmal, wenn auch erst auf dem Totenbett, meine Kinderseele zur Ruhe kommt&#8230; Ich hoffe, dass man mich des Mordes anklagt, denn meine Sätze unterscheiden sich von der blutigen Tat wiederum nur durch Ohnmacht.&#8221;</p>
<p style="text-align:justify;">( &#8220;Menschenkind&#8221;, Josef Winkler)</p>
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		<title>Anselm Kiefer als Literat</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 10:47:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Literatur ist für mich der Bezug zum Leben überhaupt. In der Dichtung ist das Leben konzentriert, ist die Welt konzentriert. Ich wäre gerne Dichter geworden. Jetzt bin ich Maler geworden.&#8221;     (Anselm Kiefer)
Und so mancher Literat wäre gerne Maler geworden, weil das Erleben von Bildern ein gänzliches anderes ist als das Erleben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:justify;">&#8220;Literatur ist für mich der Bezug zum Leben überhaupt. In der Dichtung ist das Leben konzentriert, ist die Welt konzentriert. Ich wäre gerne Dichter geworden. Jetzt bin ich Maler geworden.&#8221;     (Anselm Kiefer)</p>
<p style="text-align:justify;">Und so mancher Literat wäre gerne Maler geworden, weil das Erleben von Bildern ein gänzliches anderes ist als das Erleben von Worten. Worte in Bildkunstwerken sind wie Sterne, die man entdeckt, sichtet, in Relation setzt zu dem Raum, in dem man sie sichtet. Als ich das erste Mal im Hamburger Bahnhof Lilith am toten Meer sah, blieb mir die Luft weg, nicht ob des schweren großen Materials, in dem sich das Meer spiegeln sollte, sondern ob der Handschrift am oberen Bildrand, die alles entrückte: Lilith am toten Meer. Lilith, die Unsterbliche, die erste Frau, von der kaum einer weiss und wissen will, weil die Geschichte der christlichen Welt bei Eva, der Reinen beginnt, Eva, die Frau deren Reinheit wir alle wiedererlangen sollten; stattdessen Liltith als Urfrau auf diesem Bild, die unsterbliche Urfrau, verunreinigt durch den verstoßenen Samael, nie dem Baum der Erkenntnis zum Opfer gefallen, liess Adam in seiner Einsamkeit, gönnte ihm seine Eva, verkehrte mit Mischwesen und brachte täglich tausend Kinder auf die Welt. Lilith ist die kühnste Frauenfigur, in anderen Legenden mordet sie Kinder, in wieder anderen erhält sie Flügel und fliegt dem Teufel davon.</p>
<p style="text-align:justify;">Auf diesem Bild kleine Kleider. Sind es die Kleider ihrer Kinder, sind es die Kleider ihrer selbst, die sie  an- und ausgezogen hat, daumengroß, puppengroß, mädchenklein. Diese kleine Kleider, das bleigewordene Meer, wären ohne diese Worte nie so verstörend gewesen. Vielleicht ist das der Dichter in ihm, der die richtigen Worte in den unerwarteten Kontext stellt, so wie uns in den schönsten Büchern oft nicht die Geschichten an sich rühren, sondern die Worte, die wir an dieser Stelle so nicht vermutet hätten.</p>
<p style="text-align:justify;">In meinem letzten Roman &#8220;Die Namenlose&#8221; flieht eine traumatisierte Figur dem Leben, der Kunst, dem Gefühl. Sie weiß warum, die Welt in Trümmern  ist ihr, im Gegensatz zu Anselm Kiefer, negativ in Erinnerung geblieben, ist nicht der Beginn sondern das Ende von Leben. Für Kiefer beginnt die Welt in Trümmern. Die Namenlose geht in den Hamburger Bahnhof und sieht Kiefers Bibliothek ohne dabei von Kiefer zu wissen, sieht die Größe und etwas in ihr wird so sehr gestört, dass ihre ersten Tränen ihr Gesicht finden. Ich bin verstört und irritiert und dankbar, dass man dieser Kunst nun noch mehr Aufmerksamkeit widmen wird, dass Trümmer der Anfang sind von etwas, das ist ein Blick auf die Welt, der diskutiert werden muss.</p>
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		<title>Der Künstler im eigenen Land - Elfriede Jelinek</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 15:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jagodamarinic</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wobei ich mit dem eigenen Land in diesem Fall die Sprachgemeinschaft meine. Woher es kommt, dass der Künstler gerade im eigenen Land nichts zählt, bleibt ein Mysterium. Jedenfalls zerreist Elmar Krekeler Jelineks neues Werk im Internet mit folgenden Worten:
&#8220;Weitgehend kommentarlos steht der Text auf Jelineks Homepage. Spärlich strukturiert. Gar nicht lektoriert&#8230;. Im Prinzip äußert sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p align="left">Wobei ich mit dem eigenen Land in diesem Fall die Sprachgemeinschaft meine. Woher es kommt, dass der Künstler gerade im eigenen Land nichts zählt, bleibt ein Mysterium. Jedenfalls zerreist Elmar Krekeler Jelineks neues Werk im Internet mit folgenden Worten:</p>
<p style="text-align:left;"><em>&#8220;Weitgehend kommentarlos steht der Text auf Jelineks Homepage. Spärlich strukturiert. Gar nicht lektoriert&#8230;. Im Prinzip äußert sich darin nichts als das Desinteresse am und die Missachtung des Lesers. Kilobyte um Kilobyte kotzt der Dichter ins weltweite Gewebe. Und nach ihm die Blattflut.&#8221;                           Die Welt  24. 05. 08 </em></p>
<p>Am 5. Juni 2008 schreibt Nicolas Spice dagegen in der <a title="London Review of Books" href="http://www.lrb.co.uk/v30/n11/spic01_.html">London Review of Books</a> :</p>
<p><em>&#8220;Part of the mission of this way of writing is to go down into the cellars of the language and unlock long buried relationships between words. For example, the phrase ‘Im Verlassenen’ is an invention, a gerundive formed from the verb </em><em>verlassen, ‘to leave’, ‘desert’ or ‘abandon’. ‘Im Verlassenen’ means something like ‘in a place of essential abandonment’ or ‘in abandon-ness’, and it draws to the surface the derivation of </em><em>Verlies – the word for ‘dungeon’ used to describe the Amstetten cellar – from </em><em>verlassen. A </em><em>Verlies is a place where you are abandoned.&#8221;</em></p>
<p>So viel allein zur Sprache. Bedarf es ausländischer Magazine, um die eigenen Sprachspiele zu würdigen? Nicht zuletzt die Interpretationen ihrer Texte und Thesen, gewagte Zusammenhänge zwischen dem täglichen Pin-ups der Sun auf Seite drei ( oder der Bild Zeitung auf Seite 1) und Verbrechen wie solchen in Amstetten, einfach eine Kettenreaktion im Gedankenspiel &#8220;Frau als Ware und Wunscherfüllerin&#8221; der Männer? Brauchen wir für alles den Blick von Aussen? Und was ist mit dem Blick von Innen , wenn er unerträglich wird, weil er sich doch einen Funken besser auskennt, die dunklen Stellen doch am hellsten ausleuchten kann, können wir solche Einsichten nur zertrümmern statt würdigen und mit eigenen Assoziationen spielen?</p>
<p>Natürlich ist Jelinek nicht leicht verdaulich, natürlich will keiner hören, was sie sagt, wenn sie beispielsweise jeglichen Fortschritt für die Frauen in der Gesellschaft verneint. Es findet sich heute kaum mehr jemand, der nicht Angela Merkel oder Hillary Clinton als Gegenbeispiel nennt, vielleicht haben diese beiden Frauen der Frauenbewegung mehr geschadet als geholfen. So wie sich unter Schwarzen in den USA eine starke Elite herausbildet und zugleich eine Verschlechterung der Lebensumstände in den Ghettos zu vermerken ist, so bildet sich auch bei den Frauen  eine immer größere werdende Kluft zwischen den Erfolgsfrauen und jenen, die von den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nichts mitbekommen, deren Zustand sich verschlimmert, aus welchen selbst- oder fremd-verschuldeten Gründen auch immer. Um nochmal den Nicholas Spice zu zitieren:</p>
<p><em>&#8220;While Jelinek has won just about every prize that is open to a writer writing in German, her reception by the defenders of the rights of the ordinary reader has often been venomously negative. When she won the Nobel Prize, the attacks became almost hysterical. Jelinek said that she had expected this but that even she was taken aback by the sheer nastiness of what was written about her – by Matthias Matussek in <em>Der Spiegel</em>, for example, or Iris Radisch in <em>Die Zeit</em> or Ruth Franklin in the <em>New Republic</em>. The destructive personal animus in these attacks needs explaining. The explanation lies more, I think, with Walter Klemmer than with Kurt Janisch. Walter’s rage and brutality, never far below the surface, is summoned by Erika’s literary imaginings. Her crime is to undermine his view of himself as a healthy, normal, loving young man. In Klemmer, Jelinek portrays the normal as monstrous and this is the crime for which, it seems, she cannot be forgiven.&#8221;</em></p>
<p style="text-align:left;">
<p style="text-align:left;">
<p style="text-align:left;">
<blockquote>
<p style="text-align:left;">
<p align="left">Wie wäre es, über den normalen Wahnsinn zu sprechen, ohne vor ihm in die Knie zu gehen? Wie wäre es, anzuerkennen, dass unerträglicher Wahnsinn, Ekel und Abstoßung, wenn er literarisch verarbeitet wird, nicht der Literatur Übel genommen werden darf, sondern der Welt, in der all das entsteht? Wenn Jelinek ihre Informationen über die Welt, wie sie behauptet, aus dem Fernsehen bezieht, was ließe sich dann über die Welt sagen, die das Fernsehen vermittelt, und wenn man ihr Weltfremdheit vorwerfen möchte deshalb, so möchte man bitte nochmal die Statistik von der Anzahl der Fernsehstunden pro Tag und Kopf zur Hand nehmen und nachzählen für wie viele dieses Quadrat die Welt bedeutet&#8230;</p>
<p align="left">
</blockquote>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/jagodamarinic.wordpress.com/52/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/jagodamarinic.wordpress.com/52/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/jagodamarinic.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/jagodamarinic.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/jagodamarinic.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/jagodamarinic.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/jagodamarinic.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/jagodamarinic.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/jagodamarinic.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/jagodamarinic.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/jagodamarinic.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/jagodamarinic.wordpress.com/52/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=jagodamarinic.wordpress.com&blog=2546692&post=52&subd=jagodamarinic&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>KOB oder Das Glück hat mit Frauen zu tun</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 07:50:01 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1719527">http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1719527</a></p>
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		<title>Cosmopolitan - Portrait Jagoda Marinic und Sissel-Jo Gazan</title>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 15:05:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier der Link zu einem Cosmopolitan-Portrait, das diese Woche erschienen ist:
http://www.cosmopolitan.de/aid,645023/Job_und_Geld/Karriere/Wer_schreibt_der
_bleibt/
       ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hier der Link zu einem Cosmopolitan-Portrait, das diese Woche erschienen ist:</p>
<p><a href="http://www.cosmopolitan.de/aid,645023/Job_und_Geld/Karriere/Wer_schreibt_der" target="_blank">http://www.cosmopolitan.de/aid,645023/Job_und_Geld/Karriere/Wer_schreibt_der</a><a title="Cosmopolitan.de - Erfolgreiche Autorinnen" href="http://www.cosmopolitan.de/aid,645023/Job_und_Geld/Karriere/Wer_schreibt_der"><br />
_bleibt/</a></p>
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		<title>Gewinner des Heidelberger Stückemarktes</title>
		<link>http://jagodamarinic.wordpress.com/2008/05/13/gewinner-des-heidelberger-stuckemarktes/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 13:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jagodamarinic</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Tena Stvicic erhält für Fragile! den Europäischen Autorenpreis und den Innovationspreis
Mate Matisic erhält für &#8220;Frau ohne Körper&#8221; den Publikumspreis
Phillipp Löhle und Nino Haratischwili erhalten den Deutschen Autorenpreis
Herzlichen Glückwunsch allen!
       ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Tena Stvicic erhält für Fragile! den Europäischen Autorenpreis und den Innovationspreis</p>
<p>Mate Matisic erhält für &#8220;Frau ohne Körper&#8221; den Publikumspreis</p>
<p>Phillipp Löhle und Nino Haratischwili erhalten den Deutschen Autorenpreis</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch allen!</p>
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		<title>Nachtkritik -Kroatische Gastspiele in Heidelberg</title>
		<link>http://jagodamarinic.wordpress.com/2008/05/09/nachtkritik-kroatische-gastspiele-in-heidelberg/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 08:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jagodamarinic</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Hier die Rezension von nachtkritik.de zu dem Abend mit kroatischen Gastspielen. Für viele hat sich der Zauber übertragen und ich bin sehr sehr glücklich darüber&#8230;
http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=1358&#38;Itemid=40
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hier die Rezension von nachtkritik.de zu dem Abend mit kroatischen Gastspielen. Für viele hat sich der Zauber übertragen und ich bin sehr sehr glücklich darüber&#8230;</p>
<p><a href="http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1358&amp;Itemid=40">http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1358&amp;Itemid=40</a></p>
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