Jagoda Marinic zu Gast im DeutschlandradioKultur über das eBook „Rassismus sichtbar machen“ mit Pro Asyl und Heribert Prantl/SZ

Link zum Podcast Deutschland Radio Kultur hier.

„Indizien wären online zu finden gewesen“

Schriftstellerin Marinic fragt, warum das rassistische Motiv der NSU-Morde so lange unbemerkt blieb

Integration, Leitkultur – diese Themen sind wichtig in der deutschen Diskussionslandschaft. Und gerade deshalb wundert sich die Schriftstellerin Jagoda Marinic in ihrem E-Book, warum so lange nicht klar war, dass die Mode der Zwickauer Terrorzelle einen rassistischen Hintergrund hatten.

Anke Schaefer:Sie haben in ihrem E-Book geschrieben, dass sie Scham nicht für die angemessene Reaktion halten. Warum nicht?

Jagoda Marinic:Ich halte Scham für eine mögliche Reaktion und für eine wichtige Reaktion – aber nicht seitens eines Staatsoberhauptes, das betone ich. Einerseits dieses Bekennen, Betroffen sein. Auch diese Gedenkfeier, die ja formal perfekt war, ist sicher ein wichtiges Symbol und es ist umso wichtiger, dass die Kanzlerin Merkel diese Rede halten musste – aufgrund der Bedingungen der äußeren Umstände. Und doch sollte es nicht bei diesen Bedingungen stehen bleiben.

Das vollständige Interview mit Jagoda Marinic können Sie bis zum 26. August 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.

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