Mit #MadeInGermany in der Landesvertretung Berlin

 

 

Danke dem neugierigen Publikum, allen Mitwirkenden und den großartig vorbereiteten Georg Löwisch, Chefredakteur der taz.dietageszeitung, für einen wunderbaren Abend.

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Interkulturelle Wochen gegen Rassismus – Auftaktveranstaltung in der Staatskanzlei Mainz

Interkulturelle Wochen gegen Rassismus - Auftaktveranstaltung in der Staatskanzlei Mainz

Staatskanzlei Mainz IWGRStaatskanzlei Mainz IWGR Jagoda Marinic Staatskanzlei Mainz IWGR Jagoda Marinic1Copyright: Staatskanzlei

Zum Programm der Auftaktveranstaltung gelangen Sie HIER

Zum Interview mit Jagoda Marinic mit dem SWR 2 Mittagsjournal  gelangen Sie HIER

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Weakening Wikileaks – Why newspapers should defend Wikileaks instead of questioning its ethics

There´s something really bold going on. Public is getting to know who it is governed by. Or, to be be more precise, how it is governed by those who it is governed by.

There´s been brave journalists like Dana Priest who won the Pulitzer Prize for Public Service twice for investigative journalism. She also won the George Poke Award for shedding light on the fact that the CIA was maintaining detention facilities in foreign countries. To most of the people it never occured to question her ethics.

But Wikileaks – instead of being an institution worthy of recognition in terms of transparency, as Timothy Gordon Ash suggests here – is being demonized or at least questionned in its integrity. Assange is being portrait as a devilish blonde nerd hacking through his adolescence, his main trait of character supposedly a lack of belief in institutions. Can we trust those who don´t belive in institutions? Actually we cannot trust those who do, since institutions are not designed as religious entities to be believed in but as structures which are to be controlled by the public.

But now, all of a sudden, transparency seems to be someting threatening to democracy. The publication of data as sensitive as the ones now published would harm lives of others, critics insist. New York Times Columnist David Brooks even compares Wikileaks´public procedure of publishing secret information to peoples´little private realm: What if our secrets would be revealed to others? Wouldn´t that feel really really bad? Would relationships remain stable, would any diplomacy be possible when lacking hipocrisy?, he asks. Come on, New York Times readers are fortunately clever enough not to buy into cheap comparison living of private fears.  In this context, suggesting that lies in everyday lives are  sad and bad – if so, they might as well increase heappiness,-  deteriorates this huge event to a private little thing. But nations lying to the public about what thery´re enagaged in is not a private cozy question, it is what media should talk about unless it is prepared to die due to futility. The cleavage is as simple as that: In private life we do not send soldiers to war to defend our lies.

While some claim Wikilieaks degenerates into Gossip , others clearly state that gossip is just an entertaining aspect of this release. What is factually intersting is that there ist enough evidence of the US acting against law. The Economist defends Wikileaks by pointing out how the Bush Administration forced Germany not to act in the interest of its citizen Khaled El-Masri but in that of the CIA. Or by naming the fact that UN abasassadors were spied on. Gossip?

In the German lefitst newspaper taz Dana Priest talks about hard times coming up for Assange. But it should not be media or journalists that destroy his reputation. What Wikileaks does is to provide information. Claiming Wikileaks responsible for anything else but the deliverance of the information, the link between source and public, is at least problematic. It turns Assange  into a reincarnation of Kassandra. But in this case it´s not about predicting future, it´s about stating facts about the past. The ones to bring news to the public are defenitely not the ones to be blamed for the news.

Den Mädels geht es gut

Pünktlich zum Weltfrauentag gelang es der Polizei, bei einer Razzia einen Menschenhändlerring zu zerschlagen. (Link). Leider fand das in den großen deutschen Zeitungen und Feuilletons keine besondere Erwähnung.

Die Ermittler informieren weiter darüber, dass seit „2004 schwerer Menschenhandel mit jungen rumänischen Frauen „zum Zweck der sexuellen Ausbeutung“ betrieben wurde. Die Frauen seien unter dem Vorwand einer Beschäftigung in der Gastronomie nach Deutschland gelockt worden, erklärten die Ermittler. Hier seien sie unter Androhung von Repressalien für ihre Familien der Prostitution in Bordellen der Gruppierung in Recklinghausen, Heidelberg, Berlin-Schönefeld, Kaiserslautern und Barsinghausen zugeführt worden. Dort werde „Flatrate-Sex“ angeboten – also Sex nach Belieben zum Festpreis.“ (Link, s.o.)

Leider finden sich unter den zynischen Diskurs-Denkern, die inzwischen die Debatten führen, keine, die auch Regionalpresse lesen, sonst hätten sie vielleicht etwas davon gehört. Die Frauenbewegung darf sich nicht in Gleichstellungsfloskeln erschöpfen, für viele Frauen, auch hierzulande, auch im beschaulichen Heidelberg, geht es ums Überleben. Das ließ sich in den netten Artikeln zum Weltfrauentag, wo, im besten Fall, hier und da ungerechte Lohnverteilung angeprangert wurde, nicht wiederfinden. Als Gutmenschentum würde so etwas abgespeist, vermute ich. Stattdessen: Innovative Sonderausgaben zum Mann am Weltfrauentag, damit man auch ja ein Provokatiönchen durchs Land jagt.

Statt den Menschenhandel mit Frauen hervorzuheben, findet man absurde Berichte über Bordell-Flatrates, wie diesen in der taz, in denen „objektive Journalisten“ schildern, wie Huren sich gegen die Verleumdung, dass das Leben in den Pussy Clubs keinen Spaß mache, zur Wehr setzen. „Huren loben das Arbeitsklima“, heißt es da im Untertitel und man möchte den objektiven Journalismus mitsamt seinem Erfinder in die Tonne schmeissen. Könnten die vielleicht auch objektiv eine Zuhälter hinter ihrem Wohlbefinden wittern? Das ist doch nicht Heidi Klums Topmodel-WG, die man mit „Den Mädels geht es gut“ abspeisen kann. Denkt einer von der objektiven Schreibzunft noch mit, während er berichtet?

Da Feministinnen in Deutschland ausgestorben sind und lieber die Möglichkeiten nutzen, ihr Intimleben in der Öffentlichkeit kund zu tun und damit hier und da ganz emanzipiert ein bisschen Geld zu machen, erzürnt sich kaum eine Mensch über Berichte wie die zu den Pussy Clubs, es entsteht kaum öffentlicher Druck, um mehr Rechte für Frauen zu fordern, dabei meine ich ganz grundsätzliche Menschenrechte, wie jenes, dass ihr Leben, ihr Körper, und zwar unversehrt, ihnen gehört.

Zum Glück gruben sich in diesem Fall die Täter selbst ein Loch. Sie standen ohnehin vor Gericht und die Aktion scheint perfekt durchdacht, selbst der Kopf der Kriminellen wurde noch in Spanien gefasst. Der ehemalige Ostblock verwandelt sich seit seiner Auflösung nämlich zunehmend in ein Rekrutierungslager für Zwangsprostitution, doch die Feministinnen hierzulande provozieren künstlich, indem z.B. Alice Schwarzer durchs Land krakeelt, man könne diesen Tag doch auch abschaffen. So blieb den Frauen in diesem Fall tatsächlich nur die Polizei als Freund und Helfer. Doch die zynische Elite sieht in der Polizei nur noch den Spitzelfeind.

Wie wenig Bewußtsein es über das Problem des Menschenhandels gibt, zeigt sich auch an einem taz-Kommentar zu eben genanntem Artikel: Ein Leser, der wahrscheinlich von objektiven Journalisten informiert wird, serzürnt sich über andere Kommentare, vorzugsweise von Frauen, die  sich- wie sich nun herausstellt – zurecht hinter der Prostitution Mißhandlung wittern:

  • „28.07.2009 16:46 Uhr:

    von Endi:

    Interessant, wie viele LeserInnen-Kommentare vor dem Hintergrund der Klischee-Perspektive argumentieren. Eine Prostituierte muss immer ein ausgebeutetes Opfer sein. Und wenn sie behauptet, sie würde den Job unter diesen Bedingungen gerne machen, dann stimmt das etwas nicht, dann muss man sie erst recht in Schutz nehmen – vor sich selbst. Sehr klischeebehaftet, was doch ein wenig überrascht bei einer Leserschaft, die sich vermutlich mehrheitlich in der Selbstwahrnehmung als tolerant und vorurteilsfrei einstuft.“

    Dass nun zufällig  zum Weltfrauentag ein Menschenhändlerring hinter dieser ganzen Pussy Club Geschichte entlarvt wird, wurde in den großen Leitmedien leider nur klein geschrieben.

  • Ende des Frontalunterrichts

    Unglaublich, wie viele Spezilaisten es schon auf dem Gebiet des informellen Lernens gibt… Michael Wesch finde ich a league of its own, was er da macht ist nachahmenswert…

    Zum Artikel in der Taz